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Glückauf und Herzlich Willkommen,

Die Bürgerinitiative B93 will auf Probleme aufmerksam machen, die mit einer Transitstraße durch das Erzgebirge auf uns Erzgebirger zukommen. Und zugleich auf die Brisanz aufmerksam machen, denn das Planungsrecht für die B93 besteht schon! Je weiter die Planung gediehen ist, desto schwieriger ist ein Zurück, desto schwieriger und unwahrscheinlicher sind Änderungen.

Mehr zu unseren Zielen.

 
Neujahrsgrüße der Bürgerinitiative

Dienstag, 02. Januar 2012

Liebe Freunde, Gleich- und Andersgesinnte,

dieses Jahr warten wir auf Schnee, deshalb gab es bisher noch wenig  Gelegenheit, unseren herrlichen Erzgebirgskamm auf den Skiern zu genießen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Deutschland ist 2011 um über ein Grad gestiegen. Letztes Jahr hatten wir um diese  Zeit Schneeberge bis über die Fensterkanten…

 

„…das alte Jahr war keine ausgesprochene Postkartenschönheit,…Und das neue? Wir wollen´s abwarten. Wollen wir´s abwarten? Nein. Wir wollen es nicht abwarten! Wir wollen nicht auf gut Glück und auf gut Wetter warten, nicht auf den Zufall und den Himmel harren, nicht auf die politische Konstellation und die historische Entwicklung hoffen, nicht auf die Weisheit der Regierung, die Intelligenz der Parteivorstände und die Unfehlbarkeit aller übrigen Büros.  … Jeder ist mitverantwortlich für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt. Und jeder von uns und euch muss es spüren, wann die Mitverantwortung neben ihn tritt und schweigend wartet. Wartet, dass er handele, helfe, spreche, sich weigere, oder empöre, je nachdem.“                     

Erich Kästner 

                   

Offiziell  war es bezüglich des geplanten B93-Neubaus im vergangenen Jahr ruhig.

Die Vorstellung der DEGES-Studie am 30.3.2011 hinterliess überwiegend Unklarheiten. Zur B93n wurde Stillhalten gepredigt.

Rechtfertigungen für einen B93-Neubau sind nicht mehr haltbar! Wie kann es mit der B93n weiter gehen? Kann es überhaupt weiter gehen? Soll die B93n im lange erwarteten Landesverkehrsplan verankert werden? Bleibt  die B93n weiterhin im Bundesverkehswegeplan (2015) stehen? Was bleibt überhaupt noch vom ursprünglichen Plan und aller Rechnerei? Wird an einer Trasse von Schneeberg nach Jägerhaus festgehalten?

Erst wenn das Projekt aus dem Bundesverkehswegeplan gestrichen ist, können wir davon ausgehen, dass unsere Argumente zum Ziel geführt haben.

Danke für Ihr Interesse und Ihre Bemühungen, gute Ideen für 2012

J. Schreckenbach

 
Vorstellung der DEGES-Studie am 30.3.2011: B93n ist noch nicht tot!

Montag, 11. April 2011

Zur Vorstellung der DEGES-Studie am 30.3.2011 – es  bleiben überwiegend Unklarheiten:
 
Planungen hinter verschlossenen Türen sollten nicht mehr möglich sein! Ein Anfang ist erreicht: neben regionalen - und Landespolitikern waren zur Vorstellung der Studie auch Vertreter der Bürgerinitiative Ortsumgehung Lauter und der Bürgerinitiative B93 sowie Planer der Straßenalternativen  von Bürgermeister Herrn Kunzmann aus Lauter und Herrn MdL Colditz eingeladen! Die Studie wurde von einem Mitarbeiter des Sächsischen Wirtschaftsministeriums vorgestellt.


Ziel der Studie ist die Untersuchung einer möglichst sinnvollen Verknüpfung der B101 und B93n! Diese Aufgabenstellung hat also eine B93neu zur Voraussetzung! Die Studie soll den wachsenden überörtlichen Verkehr nach einer Verknüpfung mit Tschechien betrachten. Sie soll als Lösungsangebot gesehen werden.


Es wurden 6 Netzfälle (= Varianten) untersucht und sehr kurz dargestellt. Kosten, Verknüpfung von Gewerbegebieten, Reduktion von Straßenneubau und Bestandsnutzung sollen besondere Beachtung finden. Es soll eine Verknüpfung mit der Region Zwickau  und eine Verbindung Schwarzenbergs mit der Autobahn A72 hergestellt werden.
Jägerhaus wird als Dreh- und Angelpunkt – sogenannter „Gelenkpunkt“ festgelegt.


Favorisiert wird die Variante:
-anschließend an die S 255 (Anbindung Hartenstein) am Stadion Aue einen Tunnel bis oberhalb der Nickelhütte, von dort nach Lauter und westlich von Schwarzenberg auf den „Gelenkpunkt (Jägerhaus)schwenkend“ und weiter nach Tschechien „schwenkend“ entsprechend einer angestrebten positiven Entscheidung von dort.
 
Konkretes fehlt völlig. Es bleiben viele Fragen:
Zum Beispiel: Wie soll die Verbindung zur westlich von Schneeberg endenden B93 alt hergestellt werden? Endet die B93alt vor Schneeberg und soll dann als B93neu ab Jägerhaus weitergeführt werden? Eine Verbindung S255/B93 alt über den Altbergbau ist als zu teuer abgelehnt.  Wie soll die Umgehung von Lauter realisiert werden? Dabei ist die Einbeziehung des FFH Schutzgebietes im Schwarzwassertal nicht möglich. Wie könnte der „Schwenk“ von Schwarzenberg nach Jägerhaus unter den genannten Aspekten aussehen? Wie würden sich die vor dem Abschluss stehenden Planungen zur S274 (Ortsausgang Schwarzenberg-Richtung Sosa) in die überörtlichen Ideen einfügen? Es würde dann wohl die bisherige Planung der B93 neu über Zschorlau und Bockau als Zuführung nach Jägerhaus entfallen? Wie sind die vielen Konfliktpunkte zwischen Jägerhaus und Staatsgrenze   betrachtet?
 
Der aktuelle Stand:
Die Planung zur  B93neu muss bis zur eindeutigen Zusage Tschechiens  „zurückgestellt“ (!!!) werden. Die momentanen Pläne in Tschechien reichen bis 2025. Erfahrungsgemäß sind viele Entscheidungen von politischen Konstellationen beidseits der Grenze abhängig. Bleibt das Nein also bis 2025 bestehen?? Es wurde angekündigt, das Kosten-Nutzenverhältnis zu überprüfen.
Kommentar: Die Chance, die bis dato schon erheblich kritikwürdige Marke von Kosten-Nutzenverhältnis 2,0 zu „verbessern“, ist kaum zu erwarten. Dies begründet sich zum Beispiel aus sinkenden Verkehrs- und Bevölkerungszahlen,  steigenden Kosten und hinzu kommt ein dünnerer Finanzierungsspielraum. Wie Herr Landrat Vogel ausführte, ist selbst die Erhaltung der schon vorhandenen Straßen kaum zu stemmen!


Das eindeutige Votum zur B93neu  -NEIN-  aus Deutschland steht aus!

Es müsste etwa lauten: Eine B93 wäre überdimensioniert und ist schon durch die gegebenen Voraussetzungen nicht realisierbar. Noch immer wird von Planern das „Ja“ aus Tschechien (irgendwann) erhofft und erwartet!   Solange das Nein nicht im Bundesverkehrswegeplan(Fortschreibung für 2015 vorgesehen) fixiert, also das Projekt B93neu nicht gestrichen ist, solange ist die B93neu eben noch nicht tot!!!
Ein dringliches Ziel des Wirtschaftsministeriums bleibt, „Bewegung in die deutsch-tschechischen Grenzübergänge zu bringen“. Es wird an einem Landesverkehrswegeplan gearbeitet. Der soll 2012 erscheinen und strategische Grundlage werden. Die Vorplanung zur B101- Umgehung Lauter – will das Straßenbauamt in den nächsten Monaten vorlegen. Eine offizielle und öffentliche Zusammenfassung der Studie forderte der Auer Bürgermeister. Meine Frage nach der öffentlichen Zugänglichkeit  der detaillierten DEGES-Studie blieb offen.
 
Resümee der Bürgerinitiative B93:  
 
Wir haben als Bürgerinitiative B93  Ziele (noch nicht alle)   erreicht:  Abkehr von den unsäglichen Wireg-Plänen, Bearbeitung eines Masterplanes in der Region, Information der Bevölkerung kombiniert mit einer breiten Ideensammlung für regionale Verkehrslösungen – am besten wäre dabei  Verkehrsvermeidung.  Ohne die aktive Beteiligung einer großen Öffentlichkeit und die Unterstützung von Einzelnen wäre das alles nicht möglich gewesen.
Unsere Aktivitäten werden bis zur Streichung des Projektes B93neu aus dem Bundesverkehrswegeplan und bis zur Erarbeitung einer regional angemessenen Lösung fortgeführt.
 


Jürgen Schreckenbach
Sprecher der Bürgerinitiative B93
 

 
„Die B93n bleibt tot“* - das Ziel bleibt!!

Mittwoch, 23. März 2011

Diesem Ziel sind wir wieder ein ganzes Stück näher gekommen!

Egal welche Gründe offiziell genannt werden, die von uns als Bürgerinitiative geforderte sinnvollere Entwicklung zeichnet sich ab!

 „Sicher ist indessen, dass die umstrittene B93n in nächster Zeit nicht wieder aufleben wird. Das Nein der Tschechen zu dieser länderübergreifenden Schnellstraße hat bestand.“* (*Freie Presse 12.3.11)

Aus dieser Verlautbarung geht hervor, dass zumindest „in nächster Zeit“ mit der B93n nichts passieren sollte. Die vielen triftigen Argumente gegen die Straße werden öffentlich noch nicht gewürdigt, „man“ muss sich der Entscheidung Tschechiens beugen.

"Der Entwurf des Verkehrsentwicklungsplanes der Tschechischen Republik sieht bis 2025 keine neue Trasse in diesem Bereich vor. Sachsen wird daher Planungen zur B93n zurückstellen… " (Antwort zur Kleinen Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen an den an den Sächsischen Landtag vom 21.3.11)

Wichtig ist: die B93n ist erst tot, wenn sie auch aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen ist. Dies wäre im Rahmen der vorgesehenen Fortschreibung des Planes 2015 möglich.

Bis dahin werden wir gemeinsam mit unseren tschechischen Freunden die Entwicklungen in Deutschland und Tschechien genau verfolgen und auf die Streichung des Projektes aus dem Bundesverkehrswegeplan drängen.

Dank für das große Interesse und die Unterstützung. Viele Anrufer sind über die Entwicklung froh.

 

J. Schreckenbach

 
BÜRGER-PROTEST GEGEN DIE NEUE B93
 
Gesegnete Weihnachten und prosit Neujahr, Gesundheit für 2011

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Normaler Winter!

Verschneite Wälder, kalte Nasen.  Tiere und Pflanzen verändern ihre Aktivitäten – sind an den Winter angepasst.  Menschen mussten auch mit  im Winter zurechtkommen. Sie kamen zurecht, teilweise materiell beschränkt. Sie stellten sich auf den Winter ein.

Jetzt wird es zunehmend komplizierter, den Wohlstand auch im Winter ohne Abstriche zu verwalten!

Dächer sind überlastet, Straßen in Städten sind voller Schnee und viele Autos finden keine Parkplätze.  LKW können mit den preisgünstigen Allwetterreifen nicht mehr fahren. Sie Verursachen Staus , stehen selbst in zig Kilometer langen Staus in mehreren Reihen nebeneinander und finden keinen Parkplatz.  Die „fahrende Lagerhalle“ muss ja auch rollen! Das Salz für Straßen wird knapp. Eine „Salz-Trockenlagerhalle“  für jeden Ort wäre zu aufwendig. Kinder kommen nicht mehr zu Schule weil sie nicht mehr zur Schule laufen können. Züge sind kalt und unpünktlich weil technische und personelle Ausstattung mit zu spitzem Stift kalkuliert sind….

Russische Reporter machen sich über  Westeuropa lustig! In Russland  ist man auf Winter eingerichtet. Eine normale Jahreszeit wird nicht zum Problem.

Sollte es wichtig und richtig sein, noch mehr Straßen zu bauen?  Sollte es sinnvoll sein, noch mehr Schwertransporter auf den Weg zu bringen?  Wäre es nicht sinnvoller, zuerst dafür zu sorgen, dass Vorhandenes   funktioniert  und moderat optimiert wird?

Wir sollten uns maßvoll mit unserer  Natur arrangieren!  Wir können Ressourcen nicht grenzenlos entnehmen. Wir sollten für  das selten werdende Gut „ Ruhe“  und mit der Ruhe des Erzgebirges werben!

In diesem Sinne  ermutige ich Gleichgesinnte!  Das Erzgebirge soll seine Vorzüge behalten! Unrealistische Erwartungen dürfen nicht an ein  aberwitziges Straßenprojekt B93 Neu gekoppelt werden!

Im ausgehenden Jahr fand mit unseren tschechischen Freunden eine gemeinsame Wanderung  statt.  Entlang der  grenzüberschreitenden Trassenplanung  von Platten nach Oberjugel wurde begreiflich, was auf dem Spiel steht. Tschechische Medien nahmen rege Notiz von der Veranstaltung.

Das Konzert mit den Randfichten, unterstützt von dr Flugficht.

Gesegnete Weihnachten und  prosit  Neujahr, Gesundheit für  2011 wünschen Jürgen Schreckenbach und Familie

 

 

 
Treffen der Bürgerinitiative mit Bundesverkehrsminister a.D. Wolfgang Tiefensee

Dienstag, 28. September 2010

Am Mittwoch, den 22. September 2010 trafen Vertreter der Bürgerinitiative B93n den Bundestagsabgeordneten und Bundesverkehrsminister a.D., Wolfgang Tiefensee zu einem Gespräch über die neue B93.

 

Die Fragen nach konkreten Vorteilen für die Region bleiben offen!

Es wurde das Problem Realität des Kosten-Nutzen-Verhältnisses angesprochen:

1. Rechnung  mit zu alten Zahlen (10 Jahre und älter), unzureichende Betrachtung des aktuellen Bedarfes… 

2. Aktuelle Zahlen haben nur bedingten Einfluss! Ein ausreichend hohes Kosten-Nutzen-Verhältnis zählt zu den Voraussetzungen eines Straßenneubaues und ist bei der B93n erheblich anzuzweifeln.

Herr Tiefensee  überlegt politische Schritte auf Grund von inhaltlichen Zweifeln, in Land oder Bund, eine Neubewertung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses auf der Grundlage aktueller Zahlen zu erwirken, (rechtliche Schritte sind in derzeitiger Phase nicht möglich),  damit könnte  auch Vorarbeit für eine sachgerechte Einordnung von Projekten in den  bis 2015 fortzuschreibenden BundesVerkehrsWegePlan  geleistet werden : wird das Projekt vorangetrieben oder fällt es ganz aus dem Plan. Das könnte am Beispiel der B93n konkret dargestellt werden.

Herr Tiefensee erachtet eine Trasse quer durch den Wald,  wie vorgesehen, als unmöglich! Er schließt sich der Forderung nach einer angemessenen Lösung an.

Die Entwicklung von Wirtschaftszentren ist abgeschlossen. Das heißt, auch an einer neuen B93 wird sich kein neues Wirtschaftszentrum entwickeln!  Die deutlich weniger Einwohner müssten in Zukunft  für hohe Wartungskosten von mehr Straßen aufkommen. Auch der sächsische Wirtschaftsminister Jurk hatte das Projekt B93n 2009 als Unfug bezeichnet! Über 50% des Güterverkehrs in Deutschland ist europäischer Transitverkehr!

 

Wir sprachen über Alternativen ohne überdimensionierte Straße.

Herr Tiefensee will eine Anfrage an das Verkehrsministerium stellen, die klären soll, welche Resultate die angekündigte DEGES-Studie zeigt, und wie es vor diesem Hintergrund weiter gehen kann. Die DEGES-Studie soll nicht, wie angekündigt, ein behördeninternes Papier bleiben!!

Herr Tiefensee nahm die breite Ablehnung in der Region - auf beiden Seiten des Erzgebirges -  zur Kenntnis.

Als Resümee stellt Herr Tiefensee fest:  das  „ob“ einer solchen Straße ist in Frage zu stellen!!

 

Ein Bericht von Dr. Jürgen Schreckenbach, Sprecher der Bürgerinitiative B93n

 
Die Randfichten zeigen Widerstand gegen die Waldautobahn B93n

Samstag, 21. August 2010

Am 20. August 2010 fand an den "Riesenberger Häusern" im Sosaer Wald ein Open-Air-Konzert der "Bürgerinitiative B93" zusammen mit den "Randfichten" gegen die geplante neue B93 statt.

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